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  • Die Fenster der Kirche St. Joseph-Schalke - Seite 2
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    Die Fenster der Pfarrkirche

    St. Joseph - Schalke  

    Seite 2: - Übersicht

    + Fenster Nr. 17 - 55 

    Auf der 1. Fensterseite wurden die Fenster der linken Seite, also der sogenannten  Frauenseite, und die Chorfenster über dem Hochaltar beschrieben. Wir setzen unseren Rundgang nun an der rechten Seite, also der sogenannten Männerseite, fort, um danach die Fenster der Orgelempore und die Rundfenster im Obergaden anzusehen. 

     

     


     

    Fenster Nr.: 17

    Ornament-Fenster

    freie Komposition

    Lage des Fensters: Fenster im Chor an der Außenwand rechts

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Dieses Fenster hat sein Original-Gegenstück auf der linken Chorseite und wurde unter der Nr. 13 auf Seite 1 beschrieben. 

     


     

    Fenster Nr.: 18-21

    Ornament

    Lage des Fensters:

    Fenster oberhalb der Sakristei

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurden hier nur Ornament-Fenster eingesetzt?:

    Die kleinen Fenster aus verschiedenfarbigen Ton-in-Ton-Scheiben geben ein angenehmes Licht, eignen sich aber von der Größe her nur bedingt für figürliche Darstellungen. 


    Fenster 22+23

    „Sonne der Gerechtigkeit“

    Doppelfenster mit Spiegelbild- Motiv

    Lage des Fensters: Doppel-Fenster im Querschiff rechts

    Entw.: Bernhard Schoofs, Köln 1976

    Warum wurde dieses Motiv ausgewählt ?:

    Das Doppelfenster symbolisiert die „Sonne der Gerechtigkeit“ deren Bedeutung im Gotteslob-Lied 644 gut zu ersehen ist. Das Lied wird heute leider selten gesungen, obwohl es gut in die heutige Zeit passt.

    Das gleiche Motiv finden wir auch bei den Fenstern 10+11 auf der gegenüberliegenden Seite.

    Lied GL 644: Sonne der Gerechtigkeit ...


    Fenster Nr.: 24

    Heiliger Joseph von Nazareth

    Schutzpatron der Schalker Pfarrgemeinde

    Oben: Christi Geburt - Rast auf der Flucht

    Mitte: Der Kirchenpatron St. Joseph von Nazareth mit der Schalker Josephskirche zu Füßen. Umgeben von Arbeitern der wichtigsten Industrien der Schalker Gemeinde:

    oben links: Glasindustrie

    unten links: Bergbau

    oben rechts: Chemische Industrie

    unten rechts: Handwerk

    Unten: "Es erschien dem Josef ein Engel des Herrn im Traum" (Mt 1,20; 2,13; 2,19). Und jedes Mal überbringt dieser göttliche Bote eine bedeutungsschwere Botschaft: Das 1. Mal die Bestätigung der jungfräulichen Ehe mit Maria, das 2. Mal den Befehl zur Flucht nach Ägypten, das 3. Mal die Aufforderung zur Rückkehr in das Land Israel. 

    Lage des Fensters: Fenster im Querschiff rechts über dem Seiteneingang

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1953

    Warum wurde der Heilige Joseph im Fenster abgebildet ?:

    Man muss hier die beiden Fenster 9 und 24 im Zusammenhang betrachten. 1953 bereits eingesetzt waren sie ursprünglich als Hochaltarfenster konzipiert. Dass der Kirchenpatron in einem der Fenster abgebildet wurde ist naheliegend. Mehr dazu siehe Fenster 9 (Seite 1). 

    Gedenktag: 19. März – Namenstag-Patronatsfest,     

                          1. Mai – Joseph der Arbeiter 

    Lied : St. Joseph jetzt beim Herrn verklärt ... Melodie GL 108: Ihr Feunde Gottes ...

    Der Hl. Joseph war der Nähr-Vater Jesu, Bräutigam der Gottesmutter Maria, * in Nazareth in Israel, † um 16

    Attribute: Jesuskind auf dem Arm; Stab; Lilie

    Patronate: Patron der Schalker Kirche, der ganzen katholischen Kirche, der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, der Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, der Sterbenden; bei Augenleiden; für einen guten Tod; u.v.a. 


    Fenster Nr.: 25

    Heiliger Aloisius von Gonzaga

    Patron der Jugend, also auch der „Schalker“ Jugend

    Oben: IHS-Zeichen als Symbol für die göttliche Gebundenheit

    Mitte: Schwert in der Hand als Zeichen für Wahrheit und Tugend

    Unten: Lilien als Zeichen der ewigen Keuschheit. Die Krone deutet auf seinen Verzicht auf weltliche Macht als Erbprinz hin.

    Der blau-weiße Fußball, die Fußballschuhe und die blau-weißen Stutzen sollen auf die enge Verbundenheit der Gemeinde mit der Schalker Fußballjugend (Schalke 04) hinweisen (*2).

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff rechts

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde der Heilige Aloisius im Fenster abgebildet ?:

    Der Heilige war als Schutzpatron der Jugend besonders geeignet, so war auch eine Verbindung des Heiligen zur Schalker Fußballjugend möglich. Aloisius war in den 50er Jahren ein populärer Heiliger. Er galt als Vorbild für die Jugend. Wie populär er zur Zeit der Fensterentwürfe war, zeigt z.B. der regelmäßige Aufruf der Schalker Jugend zur Teilnahme an den „Aloisianischen Sonntagen“ = Empfang der Kommunion an 6 aufeinanderfolgenden Sonntagen und mindestens alle 14 Tage Gang zur Hl. Beichte.

    Der Hl. Aloisius ist die Ergänzung zur Hl. Maria Goretti (Fenster Nr. 9), die die Patronin der weiblichen Jugend ist.

    Gedenktag des Heiligen:  21. Juni - Bedeutung des Namens: der ganz Weise (lat. Form von Alwis, althochdt).

    Lied GL 860: Fest soll mein Taufbund immer stehn ...

    Der Heilige war Ordensmann und widmete sich besonders der Krankenpflege und der Jugendarbeit. * 9. März 1568 in Castiglione delle Stiviere in Italien, † 21. Juni 1591 in Rom.

    Attribute: sind eine Lilie als Zeichen der Keuschheit, ein Kreuz als Zeichen von Frömmigkeit, ein Schädel als Zeichen für seinen frühen Tod und ein Rosenkranz, der auf seine Hingabe zur Jungfrau Maria hinweist.

    Patron: der studierenden Jugend; bei Berufswahl; gegen Augenleiden und Pest


    Fenster Nr.: 26

    Heiliger Papst Pius X.

    Schutzpatron des Päpstlichen Werkes der Heiligen Kindheit

    Oben: Tiara als Zeichen der Papstwürde

    Mitte: Kelch und Hostie weisen auf die Einführung der Frühkommunion der Kinder durch Papst Pius X. hin.

    Unten: Das Lamm weist auf seine enge Verbundenheit zum Altarssakrament hin. Ebenso ist es ein Symbol für seine Aufgabe als „Guter Hirt“.

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff rechts

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde der Heilige Pius X. im Fenster abgebildet ?:

    Der Heilige Papst Pius X. wurde 1951 selig und 1954 heilig gesprochen. Daher war dieser Heilige in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders populär.

    Gedenktag: 21. August - Bedeutung des Namens: der Fromme (lat.)

    Lied GL 503: O wunderbare Speise ...  

    Der Heilige war Papst von 1903 – 1914. Er führte die Frühkommunion der Kinder ein. Er wird auch der Papst der Heiligen Eucharistie genannt.* 2. Juni 1835 Riese bei Treviso in Italien, † 20. August 1914 in Rom

    Attribute: die Tiara = die dreifache Papstkrone, die Hl. Eucharistie

    Patronate: Patron des Päpstlichen Werkes der Heiligen Kindheit, der Esperantisten


    Fenster Nr. 27

    Heiliger Franziskus von Assisi

    Ordensgründer

    Patron der Armen, Lahmen, Blinden, Namenspatron des Schalker Pfarrers Franz Kohle (*3)

    Oben: Die Vögel des Himmels weisen auf die Vogelpredigt des Heiligen hin.

    Mitte: Der Heilige Franziskus mit den Wundmalen an Händen und Füßen

    Unten: Arme und Lahme

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff rechts

    Entw./Ausf.: W. Klocke / O. Peters 1959/60, Signatur unten links

    Warum wurde der Heilige im Fenster abgebildet:

    Nach dem 2. Weltkrieg war der Heilige Franziskus Symbolfigur für die Haltung der Menschen gegenüber den Armen, Kriegsversehrten und –gefangenen. Da außerdem Pfarrer Franz Kohle den Vornamen des Heiligen trug, war die Wahl des Heiligen nicht so schwer. Eine Verbindung bestand auch zur Nachbarpfarre St. Franziskus (heute Filialkirche der Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit-Haverkamp und somit zum Pfarrverbund St. Joseph gehörend), wo Pfarrer Franz Kohle und auch sein Vorgänger in Schalke, Pfarrer Konrad Hengsbach, als Neupriester ihre erste Vikarstelle hatten.

    Gedenktag: 4. Oktober,    Bedeutung des Namens: der kleine Franke (lat.)

    Lied GL 904: Laudato si, o mio Signore ... (Sonnengesang des Hl. Franziskus)

    Der Heilige war Ordensgründer, * 1181 oder 82 in Assisi in Italien, † 3. Oktober 1226 in Assisi

    Attribute: mit den Wundmalen Jesu, mit Tieren wie Wolf, Lamm, Fischen und Vögeln

    Patronate: der Armen, Lahmen, Blinden, Strafgefangenen und Schiffbrüchigen; der Weber, Sozialarbeiter; der Sozialarbeit und des Umweltschutzes; gegen Kopfweh und Pest


    Fenster Nr. 28

    Heiliger Nikolaus v. d. Flüe

    Einsiedler und Friedenstifter, Schutzpatron aller friedliebenden Menschen,

    Oben: Die Friedenstaube als Zeichen seines Patronats

    Mitte: Nikolaus mit einem Buch in der Hand, darauf sein Wahlspruch: Pax et Justitia – Friede und Gerechtigkeit, und außerdem ein Bätti (*4), das ist eine Gebetsschnur mit 50 Perlen

    Unten: die Einsiedelei in der Ranftschlucht bei Flüeli in der Schweiz.

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff rechts

    Entw./Ausf.: W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde der Heilige im Fenster abgebildet ?:

    Nikolaus von der Flüe wurde zwar bereits 1669 selig gesprochen, aber erst nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1947 heilig gesprochen. Nikolaus sollte die von zwei Weltkriegen mitgenommenen Menschen immer wieder an den hohen Wert des Friedens erinnern und dafür auch seine Hilfe anflehen. Das tun wir mit dem nachfolgend genannten Lied.

    Gedenktag: 21. März   Bedeutung des Namens: der Sieger über das Volk (griech.)

    Lied GL 849: Gib uns Frieden jeden Tag ...

    Der Heilige war Einsiedler, Mystiker und Friedensstifter. * 1417 auf dem Flüeli bei Sachseln im Kanton Obwalden in der Schweiz, † 21. März 1487

    Attribute: Stock, Bätti, Friedenstaube

    Patronate: Patron der Schweiz und des Kantons Obwalden, Schutzpatron aller friedliebenden Menschen


    Fenster 29+30

    Betonglasfenster

    Entwurf, Ausführung und Alter unbekannt

    Lage der Fenster: An der südlichen Turmwand,

    rechts und links vom Aufgang zur Orgel 


     Fenster Nr. 49                                                   Fenster Nr. 51

    Heilige Cäcilia van Rom                         Heiliger König David

     

    Beide Heilige sind Patrone der Kirchenmusik (Cäcilia) und der Sänger und Musiker (David). Daher wurden auch beide mit einem Musikintrument dargestellt und erhielten ihren Platz neben der Orgel.

    Lage der Fenster: Im Westwerk (Turm) rechts und links neben der Orgel.

    Entw./Ausf.: W. Klocke / O. Peters 1960/61

    Warum wurden die Heiligen im Fenster abgebildet ?:

    Da auch der Kirchenchor, früher St.-Cäcilien-Chor, bereits seit 1880 eine wichtige, gestaltende Gemeinschaft der Gemeinde ist, wurden auch ihre Schutzpatrone an ihrer Wirkungsstätte eingesetzt.

     

    Gedenktag Hl. Cäcilia: 22. November    Bedeutung des Namens: die Blinde

    Lied GL 916: Lasst uns miteinander ...

    Die Heilige war Märtyrerin. * um 200 in Rom, † 22. November
     

    Attribute:  Musikinstrumente wie Orgel oder Geige, Rosen, Schwert

    Patronate: Patronin der Kirchenmusik; der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker und Dichter 

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    Gedenktag Hl. König David: 29. Dezember   Bedeutung des Namens: der Geliebte (hebr.) 

    Lied GL 964: Tochter Zion ...

    Der Heilige war König von Israel. * 1034 v. Chr. in Bethlehem in Palästina, † 971 v. Chr. in Jerusalem in Israel

    Attribute: Harfe, Steinschleuder

    Patronate: Patron der Sänger, Musiker und Dichter


    Fenster Nr. 50

    Heiliger Erzengel Michael

    Schutzpatron der Deutschen und der katholischen Kirche, Schutzengel für einen guten Tod, dargestellt mit einer Waage in der Hand. Er führt die Verstorbenen zum Richterstuhl Gottes.

    Lage des Fensters: Im Westwerk (Turm) in der Mitte über dem Haupteingang.

    Entw./Ausf.: W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde der Heilige im Fenster abgebildet ?:

    Die Position des Fensters auf der Orgelempore über dem Hauptportal weist auch auf die Funktion des Heiligen als "Tür"-Heiligen hin, ebenso wie der Hl. Christophorus und der Erzengel Raphael, die die Kirchenbesucher "auf ihrem Weg" beschützen sollen. Der Erzengel Michael wird auch seit Jahrhunderten als Schutzmacht verehrt, der die Gemeinde Gottes gegen die von Westen, von Abend her, andrängenden Mächte verteidigt. Deshalb findet man häufig Abbildungen des Heiligen Erzengels Michael in den großen Westwerken der Kirchen, so auch hier im Schalker Westwerk.

    Gedenktag: 29. September  Bedeutung des Namens: Wer ist wie Gott (hebr.)

    Lied GL 606: Unüberwindlich starker Held ...

    Der Heilige ist einer der Erzengel

    Attribute: Engel mit (flammendem) Schwert, mit Helm, als Rit­ter den Dra­chen durchbohrend oder auch mit einer Waage

    Patronate: Patron der katholischen Kirche und der Deutschen; der Ritter, Soldaten, Fallschirmjäger, Kaufleute, Bäcker, Waagenhersteller, Eicher, Apotheker, Sanitäter, Drechsler, Schneider, Glaser, Maler, Vergolder, Blei- und Zinngießer, er Armen Seelen, Sterbenden und der Friedhöfe; für einen guten Tod; gegen Blitz und Unwetter

    Anmerkung: Das Michaelsfenster ist in seiner ganzen Schönheit nur von der Orgelempore aus zu sehen. Aus dem Kirchenschiff wird die Sicht durch den Orgelprospekt verstellt. Von der Kurt-Schumacher-Straße aus kann man das Fenster über dem Hauptportal zwar sehen, man erkennt aber kaum ein Motiv.  

    Ansicht der 3 Fenster im Westwerk   


    Fenster Nr. 32-47

    Rundfenster im Obergaden

     

    Die vier Rundfenster im Obergaden stellen die vier Elemente dar (von links nach rechts):

    Erde - Luft - Wasser - Feuer

    Die vier Elemente stehen für die Schöpfung selbst, sie sind die Eckpfeiler der Schöpfung. In der Materie ermöglichen sie Leben, haben aber gleichzeitig die Kraft der furchtbarsten Zerstörung.

    Erde, Wasser und Luft sind die Lebensräume der Schöpfung.

    Ursprünglich war für das Element Feuer die Abbildung eines Feuersalamanders geplant, bei der Umsetzung der Entwürfe einigte man sich jedoch auf den Phönix.

    Entw./Ausf. für alle Rundfenster: W. Klocke / O. Peters 1958/59

    Insgesamt befinden sich im Obergaden 16 Rundfenster, daher wird jedes Element 4 Mal abgebildet.

    Durch die „Ostung“ der Kirche und die Lage der runden Kirchenfenster im Obergaden, kann man am Tag der  Sommersonnen-wende, am 21. Juni um 12.00 Uhr wahre Ortszeit (ca. 13.33 Uhr MEZ-Sommerzeit), eine Reihe von Lichtpunkten vom Taufbecken in der Mitte des Kirchenschiffes durch den Mittelgang über den Zelebrationsaltar bis hin zum Tabernakel sehen. Das Foto links wurde am 1. Juli gemacht.

     

     


    Fenster Nr. 34+38+40+44

    Die 4 Elemente - hier:   Erde

    dargestellt durch drei Hasen, auch Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes  und Zeichen für die Verbundenheit der Gemeinde mit dem Erzbistum Paderborn (*5)

    Lage des Fensters: Im Obergaden, 2x rechts, 2x links

    Lied GL 902: Erde singe, dass es klinge ... 


    Fenster Nr. 35+39+43+47

    Die 4 Elemente - hier:   Luft

    dargestellt durch drei Tauben, Symbol für Friede und Freiheit, aber auch für die Dreifaltigkeit Gottes.

    Lage des Fensters: Im Obergaden, 2x rechts, 2x links

    Lied GL 902: Erde singe, dass es klinge ...  


    Fenster Nr. 32+36+42+46

    Die 4 Elemente - hier:   Wasser

    dargestellt durch drei Fische, Symbol für das Leben schlechthin,  Symbol der Christen und hier auch für die Dreifaltigkeit Gottes.

    Lage des Fensters: Im Obergaden, 2x rechts, 2x links

    Lied GL 902: Erde singe, dass es klinge ... 


    Fenster Nr. 33+37+41+45

    Die 4 Elemente - hier:   Feuer

    dargestellt durch Phönix, den Feuervogel, der aus dem Feuer ersteht. Symbol für die Auferstehung und die Unsterblichkeit, Symbol für den Triumph über den Tod.

    Lage des Fensters: Im Obergaden, 2x rechts, 2x links

    Lied GL 842: Halleluja lasst uns singen ...  


    Fenster Nr. 48+52

    Rundfenster mit Kreuzmotiv

    Das Kreuz in diesem Fenster ist ein Tatzenkreuz (siehe links), das Zeichen des Deutschen Ordens. Es symbolisiert mit seinen 8 Ecken die 8 Seligkeiten und auch die 8 ritterlichen Tugenden.

    Lage der Fenster: In den Türmen je 1x an der Süd- und Nordseite

    Lied GL 361: Freut euch und jubelt ... (Die 8 Seligkeiten)

    Hier würde sehr gut auch das Lied aus der  Oper "Der Evangelimann" passen:
    Selig sind die Verfolgung leiden, um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen schmäh´n und verfolgen und alles Böse mit Unrecht wider euch reden um meinetwillen. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel.


    Fenster der Liborius-Krypta

    Die Liborius-Krypta liegt unter dem Hochaltar und ist der älteste Teil der Kirche, der Baubeginn war bereits 1885, der Grundstein zur Kirche wurde erst im Mai 1886 gelegt. Sie wurde dem Heiligen Liborius geweiht, dem Schutzpatron des Erzbistums Paderborn, zu dem St. Joseph vor der Eingliederung in das neue Bistum Essen (1958) gehörte (*5).

    Bei der Umgestaltung der Krypta im Jahr 2003 entwarf und fertigte die Firma Robers in Südlohn die Fenster der Krypta.

    Fenster 53+55 (Außen): Kreuz mit Sonne und Hostie

    Fenster 54 (Mitte): Kelch mit Hostie

    Hier wurde zur Herstellung der Fenster Opalglas eingesetzt, während bei den anderen Motivfenstern Antikglas verarbeitet wurde.


    Anmerkungen zu den Fenstern Seite 1 + 2

    (*1) Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Über die Entwürfe der Ton-in-Ton-Ornamentfenster sind im Pfarrarchiv keine Hinweise zu finden. Da Walter Klocke aber für die gesamte Innenraumgestaltung , Malerei und Glasfenster, Ende der 1950er Jahre verantwortlich war, so kann man davon ausgehen, dass auch die Ton-in-Ton-Fenster von ihm entworfen wurden.

    (*2) ...große Verbundenheit zur Schalker Fußballjugend hin

    Pfarrer Kohle war begeisterter Anhänger von Schalke 04, er war z.B. auch gut mit Berni Klodt befreundet. Fleißig sammelte er auch persönlich in der Glückauf-Kampfbahn bei Schalker Heimspielen für die Fenster und die Renovierung der Kirche. 1958 wurde Schalke 04 Deutscher Fußballmeister, daher kam auch wohl die Idee, dem Jugendheiligen einen Fußball zuzuordnen. Nach Erzählungen war aber das Erzbistum in Paderborn nicht ganz einverstanden. Im Zuge der gleichzeitigen Neugründung des Bistums Essen wurden diese Meinungsunterschiede "vergessen" - und der Ball war drin.

    (*3) ...Namenspatron von Pfarrer Franz Kohle

    Pfarrer Franz Kohle war von 1952 bis 1973 Pfarrer an St. Joseph Schalke. Er leitete mit viel Engagement und noch mehr Einfallsreichtum den Wiederaufbau der Kirche. In seiner Amtszeit wurden also auch die Fenster entworfen und eingesetzt. Seine erste Anstellung als Neupriester war 1929 an St. Franziskus in Gelsenkirchen-Bismarck. Das gilt ebenso für seinen Vorgänger, Pfarrer Konrad Hengsbach. So gab es einen mehrfachen Grund, dem Heiligen Franziskus ein Fenster zu widmen.

    (*4) ...und dem Bätti, einer Gebetsschnur..

    Das Bätti (oder Paternoster) ist eine Gebetsschnur mit 50 Perlen, das ohne Unterbrechung gebetet wird. Den ähnlichen Rosenkranz gab es zwar bereits im 15. Jh, war aber dem Bruder Nikolaus (* 1417, +1487) in der Schweiz noch nicht bekannt.

    (*5) ... Verbundenheit mit dem Erzbistum Paderborn

    St. Joseph in Schalke gehörte bis zur Gründung des Bistums Essen zum Erzbistum Paderborn. Vorgänger von Pfarrer Franz Kohle war von 1922-1952 Pfarrer Franz Konrad Hengsbach, dessen Neffe Weihbischof in Paderborn und später 1. Bischof des neuen Bistums Essen war.  -  Das Hasenfenster gilt u.a. als Wahrzeichen des Paderborner Domes.

    Erklärungen:

    Attribut: In der Kunst wird so die Beigabe eines  bestimmten Gegenstandes einer Figur genannt. Durch diese Beigaben sind Figuren oder Abbildungen von Heiligen leichter zu identifizieren, wenn man den Namen nicht kennt. Siehe auch:

    http://www.heiligenlexikon.de/Patronate/Attribute.htm

    Wenn Sie mehr über das Leben einzelner Heiliger wissen möchten, oder auch Ihres eigenen Namenspatrons, so finden Sie diese auf dieser Seite:

    http://www.heilige.de/

    Dort finden Sie auch eine Seite über den Hl. Apollinaris, auf der auf die Kirche St. Joseph-Schalke unter "Kirchen" zu finden ist.


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     Infos zu den Kirchenfenstern Seite 1 + 2:

    Farbfotos: © 2008/2009 Andrea + Hubert Deckers
    SW-Fotos: Pfarrarchiv St. Joseph GE-Schalke

    Texte: H. Deckers

    Quellenhinweis: Pfarrarchiv St. Joseph, Buch "Schalke 91" von Professor Dr. Hans Jürgen Brandt

    Sollten Sie noch über Informationen zu den Fenstern vefügen, wenden Sie sich bitte an:  h-deckers(at)gmx.de    (at)=@,   vielen Dank