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    Die Fenster der Pfarrkirche St. Joseph Schalke  

    Seite 1:

    - Einführung - Fenster Nr. 1 - 16

    Die heutigen Fenster der Pfarrkirche St. Joseph in Gelsenkirchen-Schalke wurden in den Jahren 1953-1961 entworfen und eingesetzt, nachdem im 2. Weltkrieg die Kirche vollständig zerstört war.  Die meisten Entwürfe stammen vom Gelsenkirchener Mosaikmaler Walter Klocke (*1887 in Bielefeld, + 1967 in Gelsenkirchen), der seit 1922 in Gelsenkirchen-Rotthausen  und später in Sutum eine Werkstatt hatte. In über 30 Kirchen in Gelsenkirchen und Umgebung, aber auch in Bremen und im Dom zu Paderborn, findet man Fenster, die nach seinen Entwürfen gefertigt wurden. Gleichzeitig mit den Fensterentwürfen lieferte er auch das Konzept für die Ausmalung der Kirche. Die Fenster-Entwürfe von Walter Klocke wurden in der Glaswerkstatt Otto Peters in Paderborn gefertigt, die dort auch heute noch in der 3. Generation tätig ist. Diese Glaswerkstatt hatte in den 50er Jahren des 20. Jh. in Bottrop eine Zweigniederlassung. Nur die Fenster der Krypta und die Doppelfenster im Querschiff wurden später bei einer Renovierung eingesetzt. Die Fenster des Kirchenschiffes und der Orgelempore sind ganz klar nach der in den 50er Jahren des 20. Jh. noch geltenden Auffassung angeordnet worden, links die Frauenseite (Evangelienseite), rechts die Männerseite (Epistelseite).  Davon wurde nur beim Heiligen Christophorus (1) abgewichen, hier ist seine Funktion als Beschützer der Kirchenbesucher vorrangig. Die gleiche Funktion hat auch der Erzengel Raphael (31) neben dem rechten Eingang in der Westfront. Bei geosteten Kirchen (Altar Richtung Osten) liegt die Frauenseite demnach an der nördlichen Seite

    Außerdem ist noch wissenswert, dass das Marien- (9) und Josephsfenster (24) die ersten neuen Fenster nach dem Wiederaufbau waren. Sie wurden 1953 eingesetzt, aber nicht dort, wo sie heute zu sehen sind, sondern im Chor als Hochaltarfenster rechts und links. Das mittlere Fenster war zu der Zeit zugemauert, davor stand das große Altarkreuz.

    Die  Beschreibung der Fenster erfolgt in einem Rundgang durch die Kirche, die Lage der Fenster ist durch die Nummerierung im Lageplan eindeutig zu bestimmen.

    Neben den Gedenktagen der Heiligen haben wir auch nach Möglichkeit zu jedem Fenster ein passendes Lied aus dem Gotteslob (GL) angegeben.


    Wir betreten die Kirche durch den linken Eingang an der Turmseite  

    und  beginnen  bei  Fenster Nr. 1.   


    Fenster Nr. 1:

    Heiliger Christophorus

    mit dem Christuskind auf der Schulter, den Fluss überquerend. Er ist Schutzheiliger der Reisenden, im übertragenen Sinne auch Beschützer der Kirchenbesucher, da diese ja vor und nach dem Besuch der Kirche „auf dem Wege“ sind. Er soll sie beim Betreten und beim Verlassen der Kirche auf ihrem Weg und vor einem unvorhergesehenen Tod schützen. Darum wurde der Heilige Christophorus auch im Fenster neben einer Eingangstür abgebildet. Das Christuskind trägt die Weltkugel in der Hand als Zeichen für das Gewicht, das Christopherus zu tragen hatte.

    Lage des Fensters: Im Westwerk (Turmseite) links am Eingang 

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1960/1961

    Warum wurde der Heilige Christophorus  im Fenster abgebildet ?:

    In vielen Kirchen findet man seit jeher Abbildungen vom Heiligen Christopherus in der Nähe einer Eingangstür, so auch hier. Er soll die Kirchenbesucher beschützen. Aus dem gleichen Grund befindet sich neben der rechten Eingangstür im Westwerk das Fenster mit der Abbildung des Erzengels Raphael (31).

    Gedenktag: 24. Juli - Bedeutung des Namens: Christusträger

    Lied: Pilger sind wir Menschen ...  Melodie: Land of Hope and Glory

    Der Heilige war ein Märtyrer, * in Kanaan oder in Lykien, Türkei,  † um 250 in Lykien

    Attribute: Darstellung als Riese mit Stab, das Christuskind auf den Schultern

    Patronate: Patron der Pilger, Reisenden, Kraftfahrer, des Verkehrs, u.a.


    Fenster nr. 2 + 3 + 4

    Ornament

    Die 3 Buntglasfenster der Pieta-Kapelle wurden bewusst nicht mit Motivfenstern ausgestattet, um den Blick nicht von der Pieta abzulenken. Dabei geben die leicht getönten Scheiben ein angenehmes Licht.

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1960/1961 (*1)

    <  Pieta mit der Inschrift:  

    MATER DOLOROSA 

    Gedenktag:15. September - Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens

    Lied GL 584: Christi Mutter stand in Schmerzen ...   

     


    Fenster Nr.: 5

    Heilige Anna selbdritt

    mit Maria und dem Jesuskind. Das Jesuskind trägt in der linken Hand den Reichsapfel, das Zeichen seiner königlichen Würde und segnet mit der rechten Hand.

    Oben: Das Auge Gottes als Symbol für das alle Geheimnisse durchdringende Auge Gottes

    Unten: Madonnenlilien als Symbol für die Jungfräulichkeit Mariens. Sie sind auch ein Attribut des Erzengels Gabriel, der die Schwangerschaft der Maria ankündigte.

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde die Heilige Anna im Fenster abgebildet ?:

    Die Frauen- und Müttervereine waren und sind auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens. Das Fenster soll alle Gemeindemitglieder aufrufen, sich auch am Gemeindeleben in den verschiedenen Vereinen zu beteiligen und das segensreiche Wirken der Heiligen Mutter Anna fortzuführen.

    Gedenktag der Heiligen: 26. Juli    Bedeutung des Namens: Die Begnadete

    Lied: Mutter Anna, dir sei Preis ...  Melodie: GL 108

    Die Heilige war die Mutter Mariens

    Attribute: Die Heilige Anna wird mit Maria und dem Jesuskind als "Anna Selbdritt" abgebildet.

    Patronate: Patronin der Mütter und der Ehe, der Hausfrauen, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, sie wird angerufen für eine glückliche Heirat, für Kindersegen und glückliche Geburt.


    Fenster Nr.: 6

    Heilige Elisabeth von Thüringen

    Königstochter, Patronin der Abgewiesenen, der Vertriebenen und unschuldig Verfolgten, Patronin der Nächstenliebe, der Caritas und der sich verschenkenden Opferkraft. Hier abgebildet mit einem Brot und einem Krug Wasser in den Händen.

    Oben: Die Sonne als Symbol für die Aufopferung an den Nächsten

    Unten: Abgewiesene, Vertriebene, Notleidende 

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde die Heilige Elisabeth im Fenster abgebildet ?:

    Die Frauen- und Müttervereine waren und sind auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens. Dazu gehören auch die Caritasvereine. Das Fenster soll alle Gemeindemitglieder aufrufen, sich auch am Gemeindeleben in den verschiedenen Vereinen zu beteiligen und das segensreiche Wirken der Heiligen fortzuführen.

    Gedenktag der Heiligen: 17. November Bedeutung des Namens: Gott ist Fülle (hebr.)

    Lied GL 947: Wenn das Brot das wir teilen als Rose blüht ...

    Die Heilige war eine Königstochter aus Ungarn und Landgräfin von Thüringen, * 7. Juli 1207 in Sárospatak, Ungarn -  † 17. November 1231 in Marburg in Hessen

    Attribute: Korb mit Rosen, Korb mit Broten, Krug mit Wasser, Schüssel mit Fischen, Bettler

    Patronate: Patronin von Thüringen und Hessen, des Deutschen Ordens, der Caritas-Vereinigungen; der Witwen und Waisen, Bettler, Kranken, unschuldig Verfolgten, Notleidenden; der Bäcker und Spitzenklöpplerinnen


    Fenster Nr.: 7

    Heilige Barbara

    Patronin der Bergleute und Knappenvereine

    Unten: Bergleute auf dem Weg zur Arbeit, mit dem Fluss Emscher und dem Förderturm der Zeche Consolidation, die einst der größte Arbeitgeber in Schalke war. Der Kelch mit Hostien ist ein Attribut der Heiligen.

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde die Heilige Barbara im Fenster abgebildet ?:

    Mit der Heiligen Barbara wurde auf die enge Verbundenheit der Schalker Pfarre mit dem Bergwerk Consolidation hingewiesen, das in den Jahren des Aufbaus und des Wiederaufbaus die Gemeinde immer wieder unterstütz hat. Diese Verbundenheit bestand aber auch mit den Arbeitern der Zeche, die im Fenster auch abgebildet wurden. Die Knappenvereine waren damals auch ein wichtiger  Bestandteil des Gemeindelebens.

    Gedenktag der Heiligen:  4. Dezember - Bedeutung des Namens: Die Fremde (griech.)

    Lied: Du Freundin Gottes Barbara ...

    Die Heilige war Märtyrerin und ist Nothelferin.* Ende des 3. Jh. in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei oder in Heliopolis, dem heutigen Baalbek im Libanon, † um 306 in Nikomedia

    Attribute: Turm mit drei Fenstern, Kelch und Hostie, Kanonenrohr, Fackel

    Patronate: Patronin des Bergbaus, der Bergleute, Geologen, Architekten, Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Bauern, Metzger, Köche, Glöckner, Glockengießer, Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher, Artilleristen und Waffenschmiede; der Mädchen, Gefangenen, Sterbenden; für eine gute Todesstunde; gegen Gewitter, Feuersgefahren, Fieber, Pest und jähen Tod


    Fenster Nr.: 8

    Heilige Maria Goretti

    Patronin der Jugend

    Oben rechts: Dolch als Zeichen des Martyriums

    Oben links: Lilien als Symbol der Unschuld

    Unten: Rosen als Symbol der Jungfräulichkeit

    Lage des Fensters: Im Seitenschiff links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurde die Heilige Maria Goretti im Fenster abgebildet ?:

    Maria Goretti war in den 50er Jahren eine populäre und aktuelle Heilige, da ihre Heiligsprechung 1950 erfolgte. Sie galt und gilt als Vorbild für die Jugend. Ihre Popularität lässt sich auch daran ablesen, da sie in vielen Kirchenfenstern der 50er Jahre abgebildet wurde.

    Gedenktag der Heiligen:  6. Juli - Bedeutung des Namens: die Schöne / die von Gott Geliebte (aramäisch)

    Lied GL 608: Ihr Freunde Gottes allzugleich ... Strophe 1 + 4

    Die Heilige war Jungfrau und Märtyrerin, * 16. Oktober 1890 in Corinaldo bei Ancona in Italien, † 6. Juli 1902 in Le Ferriere bei Nettuno in Italien

    Attribute: Lilie, Märtyrerpalme

    Patronate: Patronin der Jugend, Patronin der Marianischen Kongregationen


    Fenster Nr.: 9 + 24

    Heilige Maria - Königin des Friedens

    Heiliger Joseph von Nazareth

    Die Fenster 9 und 24 müssen in engem Zusammenhang betrachtet werden  1953 wurden sie als rechtes und linkes Hochaltarfenster geplant und gefertigt. Die alten, großen Fensternischen wurden aus Kostengründen verkleinert, die mittlere Nische wurde zugemauert und bildete den Hintergrund für das große Altarkreuz.

    Das alte Archivbild links aus dem Jahre 1954 zeigt rechts und links deutlich die beiden Motiv-fenster und das Altarkreuz in der Mitte. Die Auswahl der Motive dieser beiden Fenster war für St. Joseph naheliegend. Das Hauptmotiv des Marienfensters zeigt Maria als Königin des Friedens, das Motiv hat große Ähnlichkeit mit dem Gnadenbild des Wallfahrtortes Kevelaer (siehe rechts), zu dem die Schalker Pfarrgemeinde seit Gründung der Pfarre jedes Jahr pilgerte, außer in den Jahren des Verbotes durch das NS-Regime und den ersten Nachkriegsjahren. Im Jahr 2010 findet die 110. Wallfahrt zur Trösterin der Betrübten nach Kevelaer statt. Das Josephsfenster ist durch das Patronat des Heiligen Josephs für die Kirche leicht zu erklären. Beide Fenster sind dreigeteilt und zeigen neben den Hauptmotiven 4 Geheimnisse des Rosenkranzes. Diese Details wurde ausgewählt, da das Rosenkranzgebet in der Not während des 2. Weltkrieges und in den Jahren danach sehr populär war, zumal Papst Pius XII. in der Enzyklika "Das Rosekranzgebet in der Not der Zeit" vom 15.09.1951 zum häufigen Rosenkranzgebet aufrief.

    1. ...den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast

    2. ... den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast

    3. ... den du, o Jungfrau, geboren hast

    4. ... der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat


    Erst bei den Planungen der 1959 beginnenden Innenraumrenovierung und -Ausmalung unter Einbeziehung neuer farbiger Motivfenster setzte sich die Auffassung durch, dass die 3 Chorfenster mit Motivfenstern in alter Größe besser in das Gesamtkonzept passen würden. So wurde die Umsetzung der Fenster 9 und 24 an ihren heutigen Standort beschlossen.

    Die Kosten für diese beiden Fenster wurden 1953 mit 3.000,- DM veranschlagt, für diese Summe musste zu der Zeit ein Hohlbohrer beim Schalker Verein mehr als ½ Jahr arbeiten. Man kann hieran die enorme Spendenbereitschaft der Gemeinde erkennen, die die enormen Kosten für den Wiederaufbau aufgebracht hat.


    Fenster Nr.: 9

    Heilige Maria - Königin des Friedens und Himmelskönigin

    Patronin der katholischen Kirche und der ganzen katholischen Christenheit. Sie trägt auf dem Arm das Jesuskind, dass den Reichsapfel in der rechten Hand hält und mit der linken Hand segnet. In der linken Hand trägt Maria einen Ölzweig als Zeichen des Friedens.

    Inschrift: Salve Regina

    Oben: Maria Heimsuchung, Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth

    Unten: Verkündigung an Maria. Der Erzengel Gabriel kommt zu Maria und kündigt ihr die Geburt ihres Sohnes Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes an.

    Lage des Fensters: Fenster im Querschiff links über dem Seiteneingang

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1953 Signatur unten links

    Warum wurde die Heilige Maria als Königin des Friedens im Fenster abgebildet ?:

    Die Gottesmutter erfreut sich in der Schalker Gemeinde seit jeher einer großen Verehrung. Das erkennt man z. B. auch daran:

    .... dass die bereits 1875 gegründete Katholische Frauengemeinschaft bis 1945 den Namen „St.-Marien-Frauen-und-Mütterverein“ trug,

    .... dass bei den drei Geläuten der Schalker Kirche immer die zweitgrößte Glocke der  Gottesmutter geweiht wurde,

    ....  dass bereits seit der Gründung der Pfarrei im Jahr 1891 jährlich eine Wallfahrt nach Kevelaer stattfindet, im Jahr 2010 findet die 110. Wallfahrt statt,

     .... dass die Hl. Maria in der Kirche 10 Mal abgebildet ist, während der Kirchenpatron, der Hl. Joseph nur 4 Mal zu finden ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Heiligen Maria und dem Heiligen Joseph die beiden ersten Motivfenstern nach dem Krieg im Jahr 1953 gewidmet wurden.

    Gedenktag der Heiligen:  22. August – Maria, Königin des Himmels

    Lied GL 573: Gegrüßet seist du, Königin ...  Bedeutung des Namens: die Schöne / die von Gott Geliebte (aramäisch)

    Die Heilige war die Mutter Jesu, * um 20 v. Chr. in Israel, † um 48 n.Chr. in Jerusalem in Israel oder in Ephesus

    Attribute: Mit Palmzweig als Königin des Friedens, mit dem Jesuskind auf dem Arm, als Himmelskönigin dargestellt mit einer Krone auf dem Haupt

    Patronate: Patronin der katholischen Kirche und der ganzen kath. Christenheit; Patronin des Bistums Essen; der Wallfahrtsorte Kevelaer und Neviges; von Bayern; gegen Gewitter und Blitz; in allen Nöten.

    Die bedeutendsten Marienwallfahrtsorte in Deutschland sind Altötting in Bayern, wo in der Gnadenkapelle das Gnadenbild der Schwarzen Madonna aufbewahrt ist, und Kevelaer am Niederrhein mit dem Gnadenbild "Maria Consolatrix Afflictorum", "Maria Trösterin der Betrübten".


    Fenster Nr. 10+11

    „Sonne der Gerechtigkeit“

    Doppelfenster mit Spiegelbild-Motiv

    Lage des Fensters: Doppel-Fenster im Querschiff links und rechts

    Entw.: Bernhard Schoofs, Köln 1976

    Warum wurde dieses Motiv ausgewählt ?:

    Das Doppelfenster symbo-lisiert auf der einen Seite die „Sonne der Gerechtigkeit“ deren Bedeutung im Gotteslob-Lied 644 gut zu ersehen ist, und durch die Spiegelung des Sonnen-motivs den Spiegel der Gerechtigkeit. Das Lied wird heute leider selten gesungen, obwohl es gut in die heutige Zeit passt.

    Das gleiche Motiv finden wir auch bei den Fenstern 22+23 auf der gegenüberliegenden Seite.

    Lied GL 644: Sonne der Gerechtigkeit


    Unter diesen beiden Fenstern befindet sich heute das Gnadenbild

    Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hülfe

    Dieses Altarbild ist einer der wenigen Gegenstände, die aus der im 2. Weltkrieg völlig zerstörten Kirche gerettet werden konnte. Das Original des Bildes entstand im 14./15. Jh als Ikone auf der Insel Kreta.

    Gedenktag: 24. Mai - Fest Maria Auxilium - "Maria - Hilfe der Christen" oder auch Schutzmantelfest 

    Lied GL 595: Maria breit den Mantel aus ...

    Lied GL 990: Maria, wir dich grüßen ... 

     


    Fenster Nr.: 12 Ornamentfenster

    Lage der Fenster 12, 12a-c: Fenster oberhalb der Beichtkapelle

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60 (*1)

    Warum wurden hier nur Ornament-Fenster eingesetzt?:

    Die kleinen Fenster aus verschiedenfarbigen Ton-in-Ton-Scheiben geben ein angenehmes Licht, eignen sich aber auch von der Größe her nur bedingt für figürliche Darstellungen.

     

    Das Fenster Nr. 12 d (< links) ist in der Beichtkapelle insgesamt 9 Mal zu sehen.

     


    Fenster Nr.: 13, 17 

    Ornamenfenster

    freie Komposition

    Lage des Fensters: Fenster im Chor an den Außenwänden rechts und links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurden hier nur zwei Ornament-Fenster eingesetzt?:

    Durch die weit vorspringenden Säulen, die die Chor-Apsis begrenzen, können diese beiden Fenster aus dem Kircheninnern nur dann wahrgenommen werden, wenn man sich bei den Stufen des alten Hochaltars befindet. Es hätte also wenig Sinn gemacht, hier aufwendige figürliche Darstellungen einzusetzen. Selbst die Mehrheit der Schalker Gemeindemitglieder weiß nichts von der Existenz dieser farbigen Fenster.

    Die mehrfarbige Komposition des Künstlers gewährleistet aber eine angenehme Beleuchtung des Chorraumes in den Mittag- und Abendstunden.

    Fenster Nr. 17  liegt auf der rechten Seite im direkten Anschluss an die drei  sichtbaren Chorfenster mit dem Triptychon.

     

    Auf dem Foto links ist deutlich erkennbar, dass die beiden Ornament-Fenster von den Säulenvorsprüngen verdeckt werden.

     

    Vom Säulenvorsprung rechts bis zum Vorsprung links befinden sich insgesamt 5 große Fenster,  die 3 sichtbaren Motivfenster und 2 verdeckte Ornament-Fenster. 

     


    Fenster Nr.: 14, 15, 16

    Das Chorfenster-Triptychon "Vom Sündenfall zur Erlösung" 

    Die drei Chorfenster sind wie ein Triptychon entworfen worden, ihre Darstellungen bilden eine Einheit. Sie zeigen den Sündenfall Adam und Evas und die Erlösung der Menschen durch den Tod und die Auferstehung Jesus Christus. Besonders auffallend ist hierbei das mittlere Fenster, dass überlebensgroß Christus als Triumphator darstellt. Durch seine Größe ist das Motiv selbst aus dem hintersten Teil der Kirche gut zu erkennen.


    Fenster Nr.: 14

    Verkündigung an Maria

    Der Erzengel Gabriel bringt Maria die frohe Botschaft: „Gegrüßtest seist du, Holdselige, der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Frauen.“

    Oben: die Taube als Symbol für den Hl. Geist

    Mitte: die Madonnen-Lilie als Symbol der Jungfräulichkeit Mariens

    Unten: Der Sündenfall im Paradies. Adam und Eva im Paradies am Baum des Lebens, mit den Tieren des Paradieses und der Schlange der Versuchung.

    Lage des Fensters: Fenster im Chor links

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurden diese Motive im Fenster abgebildet ?:

    Durch den „Sündenfall“ verloren Adam und Eva und damit alle nachfolgenden Menschen das ewige Leben und wurden sterblich. Erst durch das Wirken und vor allem den grausamen Tod des Gottessohnes konnten die Menschen nach christlicher Vorstellung von der Erbsünde befreit werden.

    Der erste Schritt der Erlösung war die Verkündigung an Maria.

    Gedenktag: 25. März - Mariä Verkündigung

    Lied GL 580: Ave Maria, gratia plena ...

    Das obere Motiv ist zwar auch im Fenster Nr. 9 unten abgebildet. Hier gehört es trotzdem hin, um die verschiedenen Erlösungsschritte vom Sündenfall bis zur Auferstehung in diesem Triptychon aufzuzeigen.

      

     


    Fenster Nr.: 15

    Auferstehung Christi

    Christus als Triumphator über den Tod

    Oben: der Engel, der auf dem Verschlussstein des Grabes sitzt

    Unten: römische Wachsoldaten am Grab Christi

    Lage des Fensters: Fenster in der Mitte des Chores 

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurden diese Motive im Fenster abgebildet ?:

    Durch den „Sündenfall“ verloren Adam und Eva und damit alle nachfolgenden Menschen das ewige Leben und wurden sterblich. Erst durch das Wirken und vor allem den grausamen Tod des Gottessohnes konnten die Menschen nach christlicher Vorstellung von der Erbsünde befreit werden.

    Nach dem Tod am Kreuze war die Auferstehung Christi ein weiterer Schritt der Erlösung.

    Gedenktag: Ostern - Auferstehung Christi

    Lied GL 841: Das Grab ist leer ...

     

     

     

     

     

     


    Fenster Nr.: 16

    Christi Himmelfahrt

    Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war und mehrfach mit seinen Jüngern gesprochen hatte, wird vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen. (Lukasevangelium 24, 51; Apostelgeschichte 1, 9).

    Oben: Himmelfahrt Christi, darunter vier seiner Jünger

    Unten: Vertreibung aus dem Paradies. Der Erzengel Gabriel vertreibt Adam und Eva aus dem Paradies.

    Lage des Fensters: Fenster im Chor rechts

    Entw./Ausf.:W. Klocke / O. Peters 1959/60

    Warum wurden diese Motive im Fenster abgebildet ?:

    Durch den „Sündenfall“ verloren Adam und Eva und damit alle nachfolgenden Menschen das ewige Leben und wurden sterblich. Erst durch das Wirken und vor allem den grausamen Tod des Gottessohnes konnten die Menschen nach christlicher Vorstellung von der Erbsünde befreit werden. Der letzte Schritt der Erlösung war die Himmelfahrt Christi. 

    Gedenktag: Pfingsten  -  Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern

    Lied GL 228: Christ fuhr gen Himmel ...


    Anmerkungen Zu (*1):

    Zu den einfachen Buntfenstern ohne Motiv ist in der Kirchenchronik kein ausdrücklicher Hinweis zu finden, dass Walter Klocke diese Fenster entworfen hat. Da er aber das Gesamtkonzept für die Fenster und für die Ausmalung der Kirche entworfen hat, kann man davon ausgehen, dass es auch seine Entwürfe sind.
     
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